Revolutionierung des Batterierecyclings: cylibs AuBa@C-Projekt bringt Automatisierung in die Demontage
Was wäre, wenn Roboter verbrauchte Elektrofahrzeugbatterien in einem Bruchteil der Zeit zerlegen könnten, die Menschen dafür benötigen? Genau das strebt die cylib GmbH mit ihrem innovativen AuBa@C-Projekt an, das eine Förderung in Höhe von 600.000 € erhalten hat.
Das von September 2024 bis September 2027 laufende bahnbrechende AuBa@C-Projekt verspricht, die Batteriedemontagezeiten von zwei Stunden auf nur 30 Minuten durch den Einsatz kollaborativer Roboter zu reduzieren. Dies könnte die Wirtschaftlichkeit des Batterierecyclings revolutionieren.
Automatisierung im Mittelpunkt der Nachhaltigkeit
Das AuBa@C-Projekt (Automatisierung der Batteriedemontage mit fortschrittlicher Hardware und Software für das Batterierecycling) stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Batterierecyclingtechnologie dar. Im Kern konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung eines Prototyps, der fortschrittliche Hardware und Software für die halbautomatisierte Demontage von Batteriepaketen mittels kollaborativer Roboter kombiniert.
"Dieses Projekt adressiert einen der herausforderndsten Aspekte des Batterierecyclings: den zeitaufwendigen und arbeitsintensiven Demontageprozess", erklärt Sara Ognjanovic, Projektleiterin für das AuBa@C-Projekt bei cylib. "Durch die Automatisierung dieses kritischen Schritts verbessern wir nicht nur die Effizienz, sondern erhöhen auch die Arbeitsplatzsicherheit und senken die Betriebskosten."
Das ehrgeizige Ziel besteht darin, die Demontagezeit von etwa zwei Stunden auf nur 30 Minuten pro Batteriepaket drastisch zu reduzieren. Diese Effizienzsteigerung wird zu erheblichen Kosteneinsparungen und einer erhöhten Verarbeitungskapazität führen.
Technische Innovation
Der technische Umfang des Projekts ist umfassend und deckt alles von der Hardware-Einrichtung bis zur Software-Implementierung ab. Zu den Schlüsselkomponenten gehören die Identifikation und Manipulation verschiedener Batteriebaugruppen, Arbeitsplatz- und Werkzeugsicherheitssysteme sowie Algorithmen zur Generierung und Anordnung von Demontage- und Entladeaktionen.
Dr. Stefan-Octavian Bezrucav, Head of Preprocessing bei cylib, betont den innovativen Charakter des Ansatzes: "Die Zukunft der Elektromobilität liegt nicht nur im Fahren, sondern auch im nachhaltigen Management von Batterietechnologien. Unser Projekt zur automatisierten, nicht-destruktiven Demontage von Elektrofahrzeugbatterien mit kollaborativen Robotern markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung effizienter Recyclingprozesse."
Europäische und regionale Unterstützung
Das AuBa@C-Projekt wird sowohl von der Europäischen Union als auch vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderwettbewerbs "Grüne Gründungen.NRW" unterstützt. Diese Initiative zielt darauf ab, das Innovationspotenzial grüner Startups in der Region zu stärken, mit besonderem Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement.
"Als Projektleiterin freue ich mich, dieses Maß an Unterstützung für unsere Vision zu sehen", bemerkt Ognjanovic. "Diese Förderanerkennung bestätigt unseren Ansatz und wird unseren Entwicklungszeitplan beschleunigen. Sie ist ein Beleg für die Bedeutung des Batterierecyclings beim Aufbau einer nachhaltigen Zukunft für die Elektromobilität."
Kurz- und langfristige Auswirkungen
Kurzfristig wird das Projekt ein besseres Verständnis von Teilsystemen und ihren Mängeln und Vorteilen liefern, die Integration von Teilsystemen in einen effizienteren und sichereren Demontage- und Entladeprozess sowie die Weiterentwicklung innovativer Teilsysteme. Dies wird cylib einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und helfen, seine Marktposition zu etablieren.
Mit Blick auf die Zukunft ist Dr. Bezrucav optimistisch bezüglich der breiteren Auswirkungen: "Diese Technologie wird die kontinuierliche Entwicklung unserer Industrielinie unterstützen, neue Erkenntnisse generieren, bestehende Prozesse optimieren und die Entwicklung neuer Technologien und Methoden vorbereiten. Letztendlich stellen wir sicher, dass die neuesten Innovationen in unsere industriellen Abläufe integriert werden."
Dieses Projekt wird durch die Förderinitiative "Grüne Gründungen.NRW" im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/JTF NRW 2021-2027) unterstützt, koordiniert durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und den Projektträger Jülich (PtJ). Unser Projektpartner ist das IGMR - RWTH Aachen University.
Über cylib
cylib ist ein ganzheitliches und nachhaltiges Batterierecyclingunternehmen, das 2022 in Aachen, Deutschland, von Dr. Lilian Schwich, Paul Sabarny und Dr. Gideon Schwich gegründet wurde. Das Unternehmen ist aus der Forschung an der RWTH Aachen University hervorgegangen und produziert Advanced Materials für nachhaltige Batterien und resiliente europäische Wertschöpfungsketten. Die wasserbasierte OLiC-Technologie (Optimized Lithium and Graphite Recovery) gewinnt effizient Rohstoffe aus Batteriepacks, Schwarzmasse oder Produktionsausschuss zurück und erzielt dabei eine Recyclingeffizienz von über 90 % für Lithium, Graphit, Nickel, Kobalt und Mangan – bei einem um 80 % reduzierten CO₂-Fußabdruck im Vergleich zur Primärgewinnung. Damit legt cylib die Grundlage für eine echte Kreislaufwirtschaft.











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