Handelsblatt-Artikel zur Seed-Finanzierungsrunde von cylib
Batteriefertigung rückwärts — Wie cylib das Rohstoffproblem der E-Auto-Bauer lösen will
Die Elektroindustrie steht unter Recyclingdruck. Das Startup von Gründerin Lilian Schwich verspricht, 90 Prozent der Rohstoffe aus Großbatterien wieder aufzubereiten — und sammelt Millionen Euro ein.
von Larissa Holzki
München: Eine Note hat Lilian Schwich für ihre Doktorarbeit noch nicht bekommen — dafür aber 3,6 Millionen Euro. Kapitalgeber setzen darauf, dass sie mit ihrer Forschung ein führendes Unternehmen für Batterierecycling aufbauen kann.
Ihr Startup cylib kann aus alten Antriebsbatterien, wie sie in Elektroautos verbaut werden, neue Rohstoffe gewinnen, verspricht Schwich: „Wir können alle Bestandteile zurückgewinnen und die Lücke in der Kreislaufwirtschaft schließen."
Es ist ein Verfahren, das immer wichtiger wird. Erstens steigt der Bedarf an seltenen Materialien. Zweitens sind die Hersteller vor allem in Europa zunehmend verpflichtet, die Wiederverwendung der Akkus zu gewährleisten.
Bis 2030 könnte das jährliche Volumen recycelter Lithium-Ionen-Batterien etwa 230 Kilotonnen betragen — und bis 2040 auf 1.500 Kilotonnen anwachsen, prognostiziert eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI.
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